Die deutsche Rechte: Mit Carl Schmitt für Allah und Ahmadinedschad07/07/2010
Vorwarts bei der Synthese von schiitischem Islam und europaischem Faschismus!
21.06.2009
Vorwärts bei der Synthese von schiitischem Islam und europäischem Faschismus!
Ein weiterer Stichwortgeber für den aufmerksamen Blick der Rechten auf den Iran ist Carl Schmitt. Von Österreich aus versucht etwa Martin Schwarz, Betreiber der reichlich kruden Homepage eisernekrone, seit Jahren anhand der Werke von Schmitt, Julius Evola und Moeller van den Bruck eine Synthese von schiitischem Islam und europäischem Faschismus. Wie er operiert man im gehobenen rechten Milieu gerne mit geostrategischen Begriffen, die sich an Carl Schmitts Theorie politischer „Großräume“ orientieren. Diese imperialen Gebilde sollen den klassischen Nationalstaat ablösen. Ordnende Aufgaben bleiben den autochthonen Führungsmächten innerhalb ihres Großraumes vorbehalten, während „Raumfremden“ die Intervention verboten ist.
Dieses Konstrukt richtete sich vor allem gegen die USA, die im Zuge des Ersten Weltkrieges begannen, die europäische Politik mitzugestalten, und wird seitdem gegen sie gewendet. Eine Übertragung auf die Ambitionen des Iran, in Frontstellung gegen Israel und die USA zur militärischen Führungsmacht der Region zu werden, ist nahe liegend.
Das meint Volker Weiß zu wissen, siehe auch: Moeller, Dugin, Schwarz - was Volker weiß
Schwarz auf Weiß: Was wirklich krud istKrud ist es, die von Carl Schmitt am säkularen Nationalstaat gewonnenen Begriffe auf die Islamische Republik zu übertragen und besonders für deren transzendente Sphäre in Anspruch zu nehmen.
Krud ist es, dem aus der französischen Revolution stammenden "Tugendterror" einen völlig anderen Inhalt zu unterschieben.
Krud ist es, die fundamentale Trennung der Bereiche privat und öffentlich im Islam zu ignorieren, die eben nicht der westlichen Trennung von religiös und politisch entspricht.
Krud ist es, daß diese beiden letztgenannten Kruditäten nur deswegen gemacht werden, um den eigentlich gemeinten Begriff der Biomacht zu vermeiden, der von Michel Foucault geprägt wurde, und an dessen aus persönlicher Zeugenschaft stammenden Stellungnahmen zur Islamischen Revolution man lieber nicht anrühren möchte, da sie der Dämonisierung der Islamischen Republik Iran und ihr Abschieben in ein rechtsextremes Eck entgegenstehen.
Krud ist es, eine angestrebte Homogenisierung in der Islamischen Republik Iran zu unterstellen, wo gerade die Minderheiten der (armenischen) Christen, der Juden und der Zoroastrier eine besonders geschützte und im Parlament vertretene Stellung als Minderheit innehaben, die von Schmitt als staatsbedrohlich gesehen werden würde, da er eben in christlichen Begriffen gedacht hat.
Krud ist es, die platonischen und neuplatonischen Wurzeln, vermittelt über islamische Klassiker wie Al-Farabi und Ibn Arabi, des iranischen Staatsmodells zu unterschlagen, obwohl sie Herrn Weiß von der "kruden" Eisernen Krone-Seite eigentlich bekannt sein müßten.
Krud ist es auch, zu verschweigen, daß die Position der Eisernen Krone - und vereinzelter deutscher Rechter - überhaupt nicht mehr exzentrisch ist, wenn man die Geschichte der italienischen Rechten miteinbeziehen würde, wie sie von Zeitschriften wie "Avanguardia", "Orion" und heute "Eurasia" und Personen wie Carlo Terracciano, Claudio Mutti, Dagoberto Bellucci oder Leonardo Fonte repräsentiert wird.
Krud ist es, das islamophobe Konstrukt eines "Islamo-Faschismus" durch einen in der Sache völlig inkompetenten bürgerlichen Ideologen in einen Beleg für die Islamophilie der "Rechten" umzudeuten.
Krud ist es (von Herrn Nolte), den Begriff des jungen Volkes ausgerechnet auf das alte Volk der Perser anzuwenden, oder überhaupt mit der Anzahl der Kinder zu verwechseln.
Krud ist es, zu übersehen, daß der Iran wie andere Länder der Region (z.B. Türkei) von einem rasanten Fall der Geburtenrate bedroht sind.
Krud ist es, nicht zwischen dem Glaubenskonflikt zwischen Schiiten und Sunniten und dem ethnischen Konflikt zwischen Persern und Arabern zu unterscheiden.
Krud ist es, den Vertreter einer Anti-Moschee-Liste und NPD-Vorständler als Beleg für die Islamophilie der Rechten heranzuziehen, anstatt festzustellen, daß das Interesse für den antiimperialistischen und antizionistischen Ahmadinejad bei diesen Leuten völlig von der Religion unabhängig ist.
Krud ist es, die Infragestellung des Holocaust als quasi-religiöses Dogma mutwillig mit der Leugnung der Verfolgung von Juden während des Zweiten Weltkriegs zu verwechseln.
Krud ist es, der "Eiserne Krone" die Synthese von Schia und Faschismus zu unterstellen und dabei die Basis unserer Weltanschauung, die integrale Tradition, wie dargelegt von René Guénon und Michel Vâlsan völlig zu unterschlagen.
Krud ist es, daß eine linke Antifaseite rassistisch-islamfeindliche Beiträge publiziert.
02:44 Scritto da: metropolista in Scritti in Lingua Straniera: TEDESCO | Link permanente | Commenti (0) | Segnala | OKNOtizie |
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